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Techniker in der Hansestadt – Prof. Tutsch besuchte mit seiner 4AHWIL Hamburg

Beeindruckend ist er schon, der „kleine“ Airbus A320, mit welchem wir unsere Reise nach Hamburg von Salzburg aus in Angriff nahmen. Beeindruckender jedoch sind sein großer Bruder A380 und die Produktionshallen, in denen beide Flugzeuge hergestellt werden. Hautnah bestaunen konnten wir all das am Airbusgelände an der Elbe.

Den größten Eindruck hinterließ bei uns die Führung bei Lufthansa Technik. Hier konnten wir auf Tuchfühlung mit den Giganten gehen, die hier gewartet werden und von denen manche für extremst reiche Kunden luxuriösest ausgestattet werden. (Als Beispiel:  Anschaffungswert Flugzeug 400 Millionen Euro – die Einrichtung kostet diesen Betrag nochmal!). Auch Sonderaufträge, komplette Umbauten und Reparaturen als auch Triebwerkswartung werden bei Lufthansa Technik ausgeführt. Unser Interesse wurde vor allem von einem Flugzeug geweckt, das über dem Luftraum eines nordafrikanischen Staates einige Einschüsse abbekommen hatte und in dessen rechtem Flügel eine Panzerfaustgranate steckte, die zum Glück nicht explodiert war. Dem nicht genug, auch die Leitwerkaufhängung war gebrochen. Erst nach sehr langer Suche konnten Freiwillige gefunden werden, welche das Flugzeug nach Hamburg flogen. Besonderes Glück hatten wir hier mit unserem Guide, der uns einige „Schwänke“ aus seinem Leben erzählte.

Hamburg ohne Hafen, das geht gar nicht, und schon gar nicht ohne Containerterminals. So ging es von der Luft zum Wasser und wir besichtigten per Bus den Hafen. Klingt zwar im ersten Moment etwas absurd, war aber total beeindruckend, da wir bis zur „Wasserkante“ (Grenze Kai - Wasser) vorstießen. Zwei Containerterminals durften wir uns genauer ansehen. Für uns als Logistiker war es besonders interessant, die Arbeitsabläufe dort miterleben zu können – es wurden gerade Schiffe be- und entladen. Das neuere Terminal funktioniert vollautomatisch: Die einzige Arbeit, die von einem menschlichen Arbeiter ausgeführt wurde, war das Beladen des Schiffs mit Hilfe eines Spreaders, womit die Container mittels Twistlocks verriegelt werden. Auch die Portalhubwagen bzw. Van Carrier sind noch immer „bemannt“. Alles andere wurde von Robotern erledigt, so werden die Container auch von vollautomatischen Flurförderzeugen (AGV Automated Guided Vehicles) abtransportiert.

Auch einen Blick hinter die „Kulissen“ eines Seemannsleben konnten wir machen: in der Seemannsmission Duckdalben. Dies ist eigentlich keine Mission, sondern ein Ort, an dem die Seeleute nach mehrwöchiger Seereise mal wieder Land genießen können. Es gibt dort Aufenthaltsräume, Schlafkammern, ärztliche Versorgung, einen Gebetsraum und ganz wichtig: viel Grün inmitten des Containerhafens. Ebenso können sie günstige Telefonkarten kaufen und gratis mittels Internet mit der Familie kommunizieren. Besonders Grün und ärztliche Versorgung sind wichtig, wenn man mehrere Wochen nur Stahl um sich hat. Betrieben und aufrechterhalten wird dies durch Freiwillige und Spenden.

Aus Mega-Groß wurde schließlich Mini-Klein. Im Miniatur Wunderland konnten wir fantasievolle Nachbildungen von Attraktionen in Hamburg, Bayern, Österreich usw. sehen. Besonders erinnernswert ist eine Minischokoladenfabrik der Firma Lindt, die uns auf Knopfdruck Schokoladenstückchen spendierte. Beeindruckend waren auch das Matterhorn mit knapp 6m Höhe, Norwegen mit einer immens großen Wasserfläche und wirklich schwimmenden Schiffen sowie der Flughafen, bei dem die Flugzeuge richtig starteten und landeten, und natürlich die Details, welche mit viel Liebe zu den Einzelheiten kreiert wurden.
Das letzte Highlight war dann kurz vor dem Abflug. Da wir schon auf dem Flughafen waren, schauten wir uns den Flughafen und die Logistik hinter den Kulissen an, inklusive Modellvorführung über den Flugbetrieb und die Abläufe, Vorfeldrundfahrt und Flughafenfeuerwehr.

Wir hatten neben den beschriebenen Besichtigungen noch viel anderes Programm und waren jeden Tag ziemlich geschafft. Diese Abschlusslehrfahrt wird uns ewig in Erinnerung bleiben, es war sehr anstrengend und wir haben hier wirklich viel gelernt. Ein Highlight der besonderen Art gab es noch, als ein kleines Haus neben dem Hotel in Vollbrand gestanden ist.