… und das bei eisiger Kälte

Mag. Peter Palk

Bei Minusgraden und kaltem Wind erlebten am Freitag, den 25. Jänner die Schüler/innen der vierten Klassen das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen. Aufgeteilt in vier Gruppen, konnten sie sich einigermaßen vorstellen, wie es gewesen sein musste, bei solchen Wetterverhältnissen – aber auch im Sommer bei enormer Hitze – stundenlang auf dem Appellplatz zu stehen: ohne Kopfbedeckung, ohne wärmende Kleidung und ohne ordentliches Schuhwerk.

 

Der Rundgang begann beim Sportplatz bzw. beim Krankenlager, führte über den Denkmal-Park mit Blick auf Steinbruch und Todesstiege zum eigentlichen Lager, wo zum Beispiel Duschräume, Baracke, der Raum der Namen und die Vernichtungsstätten besichtigt wurden. Die letzte Station bildete der Block 20, jener Ort, der später Ausgangspunkt für die Mühlviertler Hasenjagd war. Dazwischen gab es eine Aufwärmphase im ehemaligen Stabsgebäude der SS. Die Tourguides gaben Einblick in den schrecklichen „Alltag“ und vermittelten die Perspektive sowohl der Opfer als auch der Täter. Die Schüler/innen trotzten der Kälte, waren aber froh, nach einem zweistündigen Rundgang wieder im Bus zu sitzen.

 

Anmerkung: Das ehemalige Konzentrationslager bestand vom 8. August 1938 bis zum 5. Mai 1945 und stellte mit seinen 52 Nebenlagern eines der größten Konzentrationslager im Dritten Reich dar. Insgesamt waren ca. 200 000 Menschen inhaftiert, die aus über 40 Nationen stammten, die größten Gruppen stellten Polen und Russen dar. Insgesamt fanden in diesem Arbeitslager ca. 100 000 Menschen den Tod. Befreit wurde das Lager von US-amerikanischen Truppen.

 

Wehret den Anfängen!